Commerzbank schließt weitere 50 Filialen- auch NRW betroffen

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Das Logo des Commerzbank ist an einer Filiale in Sichtweite der Zentrale der Commerzbank (l) angebracht.
Die Commerzbank will bundesweit 50 Filialen mehr schließen, als ursprünglich geplant. Davon betroffen sind auch Standorte in NRW. © picture alliance/dpa
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Bankfilialen kosten Geld. Deswegen schließen verschiedene Geldinstitute nach und nach ihre Standorte – vor allem in den Randgebieten. Die Commerzbank hatte bereits angekündigt, ihr Filialnetz zu halbieren. Jetzt werden 50 Filialen mehr als ursprünglich geplant geschlossen.

So sollen 400 statt der geplanten 450 Filialen bundesweit geöffnet bleiben. Um welche 50 Filialen es sich handelt, ist noch nicht bekannt. In NRW sollten den Planungen zufolge 112 Geschäftsstellen erhalten werden, berichtet die Tagesschau.

Erst im Juli gab die zweitgrößte Privatbank Deutschlands bekannt, dass spätestens im Oktober dieses Jahres Filialen in Dortmund und der Region geschlossen werden. Betroffen sind die Standorte in Aplerbeck und Brackel. Castrop-Rauxel, Schwerte und Herdecke sollen perspektivisch geschlossen werden – spätestens 2023.

Commerzbank streicht 1.000 Arbeitsplätze

Laut Commerzbank sollen 1.000 Arbeitsplätze durch die Standort-Schließungen wegfallen. Und es sollen nicht mehr werden – auch, wenn jetzt mehr Filialen geschlossen werden, verspricht die Commerzbank.

Verdi-Gewerkschaftssekretär Stefan Wittmann betont gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass es sich größtenteils um in den vergangenen Monaten sowieso schon zeitweise geschlossene Filialen handle.

Viele Commerzbank-Standorte schon in der Pandemie zu

Dabei geht es um Standorte, die während der Corona-Pandemie vorübergehend geschlossen worden seien und nun nicht mehr geöffnet würden, so Wittmann. Bis vor der Corona-Pandemie hatte die zweitgrößte Privatbank Deutschlands noch über 1000 Filialen.

In Duisburg gibt es unterdessen Streit bei einer Commerzbank-Tochter. Denn bei der ComTS soll zwei Tage lang gestreikt werden. Das hat am Dienstag und Mittwoch (4./5.10.) auch Auswirkungen auf den Zahlungsverkehr. Das könne für Problemen bei Überweisungen sorgen, so die WAZ.

mit dpa