Demonstration

Corona-Gegner ziehen bei „Spaziergang“ in NRW vor Privathaus von Politikerin

In vielen Städten treffen sich momentan Corona-Gegner zu „Spaziergängen“, um gegen die Maßnahmen zu demonstrieren. In einem Ort in NRW wollten Gegner nun vor das Haus einer Politikerin ziehen.
Impfgegner und Gegner von Corona-Einschränkungen demonstrieren durch die Innenstadt. (Symbolbild)
Impfgegner und Gegner von Corona-Einschränkungen demonstrieren durch die Innenstadt. (Symbolbild) © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Gegner der Corona-Maßnahmen haben am Montagabend versucht, vor das Privathaus der Landrätin des Kreises Minden-Lübbecke zu ziehen. Nach Angaben der Polizei hatte sich eine kleine Gruppe aus einem nicht angemeldeten Spaziergang mit rund 170 Teilnehmern abgespalten.

Einer der Teilnehmer habe mit einem Ausruf dazu aufgefordert, jetzt zum Haus von Anna Katharina Bölling (CDU) in Minden zu gehen. Gegen diesen Mann werde jetzt wegen Beleidigung einer Amtsperson ermittelt, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei in Bielefeld bestätigte Ermittlungen durch den Staatsschutz. Zuvor hatte das „Westfalen-Blatt“ (online) berichtet.

Beamte stoppen Menschen

Das Privathaus der Landrätin liegt in der Nähe des Kreishauses. Nach Polizeiangaben erreichte die kleine Gruppe das Haus nur auf Sichtweite, bevor Beamte den Zug stoppten. Transparente oder Ausrufe habe es nicht gegeben.

Der Kreis verurteilte das Vorgehen. „Wir sehen hier eine neue Dimension, weil die Kritik in den Privatbereich getragen wurde“, sagte der Vertreter der Landrätin, Dezernent Hans-Joerg Deichholz. Die Polizei des Kreises Minden-Lübbecke hat nach eigenen Angaben seit Dezember 33 sogenannte Spaziergänge gegen die Corona-Maßnahmen in Minden gezählt.

dpa

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