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Ein Tag in Münster: Acht Sehenswürdigkeiten in der Studentenstadt

Münster! Heimstadt einer der größten Unis Deutschlands, Herz des nördlichen Westfalens, Fahrradmetropole und beliebter Ausflugsort für Familien. Einige der schönsten Sehenswürdigkeiten gibt‘s hier:
Haben Sie eine Polaroid? Machen Sie dieses hübsche Foto doch mal nach!
Haben Sie eine Polaroid? Machen Sie dieses hübsche Foto doch mal nach! © Julia Solonina / Unsplash

Das Schöne: Münster lohnt sich sogar bei schlechtem Wetter! Sollte es tatsächlich mal zu stark schütten, laden unzählige Cafés und Restaurants zum Verweilen ein. Ansonsten sind es aber folgende Orte wert, auf der Route angesteuert zu werden:

Historisches Rathaus Münster

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch ungefähr an Geschichtsschulstunden über den Dreißigjährigen Krieg und noch ein paar erinnern sich an dessen Ende durch den Westfälischen Frieden. Dieses bedeutende Stück europäischer Geschichte fand jedenfalls im historischen Rathaus der Stadt Münster statt, das heute besichtigt werden kann. Schon die gotische Fassade des Baus aus dem 14. Jahrhundert ist beeindruckend.

Der Friedenssaal des Rathauses, treffend benannt nach eben dem Westfälischen Frieden, wurde 2003 komplett restauriert und erstrahlt heute in frischem Glanz. Der Saal kann gegen einen geringen Eintrittspreis besichtigt werden, Audio-Guides sind unter anderem auf Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch erhältlich.

Historisches Rathaus, Prinzipalmarkt 10, Münster

Das historische Rathaus von Münster ist von außen wie von innen mehr als sehenswürdig. © Oliver Franke/Tourismus NRW e.V.

Prinzipalmarkt Münster

Der Schöpfer des Verbs „flanieren“ muss den Münsteraner Prinzipalmarkt vor Augen gehabt haben, anders kann das gar nicht gewesen sein. Denn zum Flanieren lädt das Zentrum der ehemaligen Hansestadt allemal ein, aber auch zum Bummeln, Einkehren und vor allem zum Staunen über all die wunderschönen Giebelhäuser und kleinen Bogengänge, die diesem Ort seinen unvergleichlichen Charakter und Charme verleihen.

Tradition und Moderne treffen hier aufeinander, denn trotz aller historischen Fassaden ist die Zeit am Markt nicht stehen geblieben – auch, wenn man sich anfangs unvermittelt in die Vergangenheit befördert fühlt. Lassen Sie den Markt auf sich wirken. Einfach ein toller Ort!

Prinzipalmarkt, Münster

Fürstbischöfliches Schloss Münster

Wie so viele andere Schlösser dient auch das Münsteraner Schloss heute der öffentlichen Bildung: Ein Teil der Westfälischen Wilhelms-Universität ist hier beheimatet. Das prächtige Barockschloss aus dem 18. Jahrhundert liegt mitten im Ring und lädt sowohl mit dem zur Altstadt gelegenen Schlossplatz als auch mit dem rückseitig liegenden Botanischen Garten zu einem Ausflug ein – vor allem wohl im Sommer, aber so ein Spaziergang in der Wintersonne hat auch was. Außerdem erklingt dreimal täglich vom Dach des Schlosses ein Glockenspiel, das zudem als Zeitmesser fungiert.

Fürstbischöfliches Schloss Münster, Schlossplatz, Münster

Ob Lateinvorlesung oder Klausur für Studenten oder lieber ein großes Konzert auf der Wiese davor – das Stadtschloss in Münster ist vielseitig. © Brigitte Kappenberg

St. Paulus Dom zu Münster

Keine ernstzunehmende Stadt ohne Dom! In Münster ist der Bau dem heiligen Paulus gewidmet und ist das Herz der Stadt. Der romanisch-gotische Bau auf dem Horsteberg ist ein absolutes Must-See, wenn man zum ersten oder auch zehnten Mal in der Stadt ist. Klar, die riesigen Buntgläser eines Kölner Doms darf man in einem romanischen Bau nicht erwarten, aber der St. Paulus Dom sticht gerade durch seine verhältnismäßige Schlichtheit hervor. Freunde der Zeitrechnung finden hier außerdem eine astronomische Uhr aus dem 16. Jahrhundert.

St. Paulus Dom zu Münster, Domplatz 28, Münster

St. Lamberti-Kirche

Im 21. Jahrhundert könnte man meinen, das mit den Konfessionsstreitigkeiten habe sich schon seit mehreren Jahrhunderten erledigt. Nicht so in Münster, wo an der Lambertikirche immer noch die sogenannten Täuferkörbe hängen, in denen Mitte des 16. Jahrhunderts die Leichen dreier besonders renitenter Reformationsanhänger zur Schau gestellt wurden. Aber das ist halt Teil der Stadtgeschichte.

St. Lamberti jedenfalls ist, ob nun mit oder ohne Körbe, in jedem Fall einen Ausflug wert. Ein wunderbarer Bau der Spätgotik erfreut vor allem die Buntverglasung im Chor das Auge. Noch eine Besonderheit: In St. Lamberti ist eine der letzten Türmerinnen Deutschlands tätig. Seit 2014 bläst Martje Salijé zwischen 21 und 24 Uhr halbstündig das Horn, parallel zum Glockengeläut. Früher hatten Türmer auch die Aufgabe, die Stadtbevölkerung vor Bränden und anderen Gefahren zu warnen, heute gibt es zum Glück zuverlässigere Methoden. Dennoch eine schöne Tradition.

St. Lamberti-Kirche, Lambertikirchplatz, Münster

Die Lambertikirche lädt dazu ein bestaunt zu werden – zur Weihnachtszeit unbedingt auch die herumliegenden Weihnachtsmärkte mitnehmen! © Oliver Franke/Tourismus NRW e.V.

Erbdrostenhof

Johann Schlaun hat im 18. Jahrhundert nicht nur das Schloss Münster, sondern auch den nicht minder beeindruckenden Erbdrostenhof entworfen. Die barocke Villa verleiht bis heute der Salzstraße Ecke Ringoldstraße ihren Glanz und beherbergt neben diversen Kulturdiensten auch eine Sammlung historischer Instrumente. Süßer die Glocken nie klingen! In diesem Sinne dient das Gebäude zu normalen Zeiten in schöner Regelmäßigkeit als Konzertlocation.

Erbdrostenhof, Saltzstraße 38, Münster

Aaseepark Münster

Dafür, dass er so groß ist, liegt der Aasee immer noch ziemlich zentral. 90 Hektar misst der 2008 zu Deutschlands und 2009 zu Europas schönstem Park gewählte Aaseepark. Zugegeben, das ist auch schon wieder über zehn Jahre her, aber Natur ist eben beständig. Die acht Kilometer Rundweg um den See wollen auch erstmal abgelaufen werden, was aber angesichts der wunderbaren Begrünung rundherum mehr Lust als Frust sein dürfte. Raus an die frische Luft mit Ihnen!

Aaseepark, Münster

Botanischer Garten Münster

Überhaupt ist Münster sehr grün! Der Botanische Garten hält allerlei florale Überraschungen bereit. Bereits 1803 als Teil der Wilhelms-Universität gegründetm steht er heute mit seinen sechs Hektar Fläche bei freiem Eintritt allen Besuchern offen. Fast 8000 verschiedene Pflanzenarten können hier bewundert werden, die entsprechend ihrer Herkunft in verschiedenen Sammlungen kultiviert werden. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wird darum gebeten, in allen Bereichen eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.

Botanischer Garten, Schlossgarten 3, Münster

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