Fußball

Ahsen geht vor dem Heimspiel gegen Hochlar auf dem Zahnfleisch

„Wir stehen vor einer sehr schwierigen Aufgabe“, räumt Ahsens Coach Philip Stromberg mit Blick auf das anstehende Heimspiel seiner Elf gegen den SV Hochlar 28 unumwunden ein.
Simon Dirmeier (l.) und die Fußballer von SW Meckinghoven sind am Sonntag bei der DTSG Herten am Ball. © Andreas von Sannowitz

Sorgen bereitet dem Ahsener Coach vor allem die personelle Misere: „Wir gehen personell buchstäblich auf dem Zahnfleisch“, versucht Stromberg gar nicht erst, die Situation schönzureden.

Denn zusätzlich zu den Langzeitverletzten fallen am Sonntag auch noch Nico Pawlak, Daniel Del Puerto Schillo und Marcel Tost aus. Mit Kevin Przybylski, der im Urlaub weilt, fehlen im Vergleich zum Disteln-Spiel (0:0) vier Stammspieler. Und Genesene gibt es nicht. Trotzdem ist der Ahsener Coach optimistisch: „Anders als Disteln wird Hochlar versuchen mitzuspielen – und das liegt uns.“

Auch beim SV Hochlar 28 ist Trainer Thomas Mlodoch gefordert, in der Partie bei Borussia Ahsen sein Team umzustellen. Kevin Portmann hat es am vergangenen Sonntag gegen Hillerheide wieder einmal am Oberschenkel erwischt. Auch Jan Matena laboriert an einer Oberschenkelverletzung. Noch kein grünes Licht gibt es zudem von Felix Matena, der wohl erst ein einer Woche wieder auflaufen kann. Und weil im Umkreis des Familienverbundes Matena aktuell irgendwie der Wurm drin ist, ist Kapitän Niklas auch noch gesperrt.

„Unser Kader ist trotzdem gut. Und wir haben den Anspruch, oben mitzuspielen“, sagt Mlodoch. Luca Malik, der vor einer Woche noch in der Zweiten spielte, soll in die Innenverteidigung rücken.

Dennis Apitzsch, Stamm-Torhüter von SW Meckinghoven, fällt am Sonntag zum Auswärtsspiel bei DTSG Herten aus. Für ihn wird der junge Muhammed Yusuf Imert zwischen die Pfosten rücken. Apitzsch hatte sich bei der 0:8-Pleite gegen den FC 96 Recklinghausen eine Leistenverletzung zugezogen. Schon da übernahm Imert die undankbare Aufgabe an diesem Tag im Sportpark Süd.

„Der Junge ist engagiert. Er hat sich keine großen Patzer geleistet. Das waren alles unhaltbare Tore“, sagt David Krück, Trainer der Schwarz-Weißen. „Für mich spielt die Kommunikation in unserer Mannschaft eine wesentliche Rolle. Sowohl Dennis als auch ich hatten ihm vorher klargemacht, dass es nicht einfach wird.“

„Es wird definitiv kein Selbstläufer für uns“

Imert ist seit Saisonbeginn neben Max Halberstadt ein weiterer Ersatzkeeper bei den Meckinghovern. Halberstadt befindet sich aber derzeit in einer wichtigen Phase seines Studiums, sodass Krück in Herten auf Imert setzt. „Es wird definitiv kein Selbstläufer für uns“, weiß Krück. „Wir haben zusammen die DTSG analysiert, aber wir streben Wiedergutmachung an.“ Als Vergleich nennt der SWM-Coach die Spiele gegen Westfalia Vinnum.

Während die Hertener dort vor rund zwei Wochen mit 1:2 verloren, gewannen die Kanalstädter hier mit 3:1. „Das muss jetzt kein Maßstab sein, beziehen wir aber natürlich in unsere Vorbereitung mit ein“, meint Krück durchaus selbstbewusst und hofft auf ein gutes Ergebnis.

Lesen Sie jetzt