Fußball

Spvgg. Erkenschwick weiht Tribünenanbau ein

Pünktlich zum 105. Geburtstag hat die Spvgg. Erkenschwick am Mittwochabend in kleinem Kreis den Tribünenanbau auf der Jule-Ludorf-Sportanlage eingeweiht. Jetzt haben alle nur noch einen Wunsch.
Die Tribüne auf der Jule-Ludorf-Sportanlage wurde um ein paar Ränge erweitert. Zudem wurden Sitzmöglichkeiten geschaffen. Am Mittwoch wurde der Anbau offiziell eingeweiht. Neben Andre Oberlin (hinten l.) und seinen Mitarbeitern (vorne v.l.) Andre Herstell, Martin Winkel, Ralf Müller und Markus Riedel, waren auch Bürgermeister Carsten Wewers (hinten l.), Michael Bröhl (hinten M.), zweiter Vorsitzender der Spvgg. Erkenschwick, und Sponsor Tobias Terhardt (hinten r.) dabei. © Olaf Nehls

Der Kunstrasenbelag ist neu, ganz zeitgemäß nachhaltig mit Kork statt mit Granulat verfüllt. Das Flutlicht auf der Jule-Ludorf-Sportanlage, einem von zwei Trainingsplätzen der Spvgg. Erkenschwick, wurde ebenfalls schon vor Monaten erneuert. Hier hat in erster Linie die Stadt Oer-Erkenschwick Hand angelegt.

Die Erweiterung der überdachten Tribüne um 80 Steh- und 40 Sitzplätze hat der Verein jetzt aber mehr oder weniger in Eigenregie erledigt. Federführend war Andre Oberlin, Fanbeauftragter und Vorsitzender des Fanklubs „Schwarz-Rote Ruhrpottmonster“.

Sitzplätze für die älteren Zuschauer

Schon Anfang Januar war Oberlin in die Planung eingestiegen. „Zwischenzeitlich musste ich die Arbeit für zwei Monate unterbrechen“, erzählt er. Mit Mitarbeitern seiner Firma „Gala-Gestaltung“, die Garten- und Landschaftsbauarbeiten erledigt, hat er in den vergangenen Monaten viel Zeit investiert und Schweiß vergossen, um auf der bislang reinen Stehtribüne 40 Sitzplätze zu installieren. Zudem wurde die Tribüne um einige Ränge erweitert.

„Wir haben insgesamt bestimmt 10 bis 15 Sattelschlepper Schüttmaterial wie Schotter, Splitt oder Sand verbaut“, sagt Oberlin. Gespendet wurde das – mal wieder – von Tobias Terhardt, Inhaber eines in Oer-Erkenschwick ansässigen Recycling-Unternehmens und ebenfalls absoluter Fan der Spvgg. Erkenschwick. „Ohne ihn wäre das nicht gegangen“, sagt Oberlin. Zum Dank erhielt Terhardt jetzt bei der Einweihung eine Sponsorentafel, die im Bereich der neuen Tribüne aufgehängt werden soll.

Ein Beton-Sitz wiegt rund 100 Kilo

Da in der Vergangenheit immer häufiger Spiele der Westfalenliga-Mannschaft, aber auch der Jugend und der U23 auf dem Kunstrasen statt im Stimberg-Stadion ausgetragen wurden, war der Wunsch nach einer Vergrößerung der Tribüne aufgekommen. „Vor allem unsere älteren Zuschauer, und davon haben wir Gott sei Dank noch einige, haben mich angesprochen, ob ich nicht ein paar Sitzplätze auf der Tribüne errichten könne“, sagt Oberlin. Gefragt, getan! Rund 100 Kilo wiegt einer der insgesamt 40 Betonklötze, die nicht fest verankert auf den neuen Rängen aufgestellt wurden. Die Marketingabteilung der Spvgg. hat gleich reagiert und will demnächst die dazu passenden Sitzkissen produzieren lassen.

Einweihung in kleiner Runde

Nach nun rund sechs Monaten ist fast alles fertig. Nur ein paar Kleinigkeiten sind noch zu erledigen. „Wir werden demnächst noch ein Geländer anbringen“, sagt Oberlin. Die Kosten dafür übernimmt der Förderverein. Um die Fertigung des Edelstahlgeländers kümmert sich Dirk Enkroth vom Fanclub „Schwicker Jungs“ und selbst Mitglied im Förderverein. Der Dattelner ist Justizvollzugsbeamter in der JVA „Meisenhof“ in Castrop-Rauxel. „Die haben eine eigene Schlosserei und dort werden die Geländer von den Insassen hergestellt“, sagt Oberlin.

Auch Bürgermeister Wewers bedankt sich

Am Mittwoch nun hatte der Verein zeitgleich zu seinem 105. Geburtstag in kleiner Runde den Anbau offiziell eingeweiht, zu der Vertreter der Stadt, aber in erster Linie diejenigen eingeladen waren, die angepackt haben. Auch Oer-Erkenschwicks Bürgermeister Carsten Wewers, selbst seit vielen Jahren regelmäßiger Stadiongänger, war dabei, sprach ein paar Worte und bedankte sich ausdrücklich bei Andre Oberlin und seinen Leuten. „Ohne Menschen wie euch, die vorangehen und anpacken, würde das in einer Stadt wie Oer-Erkenschwick nicht so gut funktionieren“, meinte Wewers.

Aufstieg in die Oberliga ist das Ziel

Jetzt haben alle im Verein nur noch einen gemeinsamen Wunsch, den der zweite Vorsitzende Robert Mazurek formuliert: „Wir hoffen, dass es bald endlich wieder losgehen kann. Und dann wünschen wir uns natürlich, dass unsere Spielvereinigung ganz schnell die Rückkehr in die Oberliga schafft.“

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