Wunderkind

Abitur mit acht: „Wunderkind“ Laurent will Physik in München studieren

Mit zwölf Jahren hat das belgisch-niederländische „Wunderkind“ Laurent bereits Abitur, ein abgeschlossenes Elektrotechnik-Studium und einen Bachelor in der Tasche. Doch das reicht ihm nicht.
Das belgisch-niederländische «Wunderkind» Laurent Simons. © picture alliance/dpa/Alexander Simons

Der belgisch-niederländische „Wunderknabe“ Laurent (12) hat ein Schnupperstudium in München absolviert und will nun gerne sein Physikstudium dort fortsetzen. Gerade hat er ein zweimonatiges Praktikum hinter sich. „Das war echt sehr toll“, sagte der hochintelligente Junge der Deutschen Presse-Agentur in Amsterdam.

Laurent war Gast an der Physik-Fakultät der Ludwig-Maximilian Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik im Forschungszentrum Garching bei München. Viele Wissenschaftler waren überrascht über den ungewöhnlichen Besuch, wie ein Sprecher sagte. „Plötzlich steht ein Elfjähriger vor ihnen und will alles über ihre Arbeit wissen.“

Aber Laurent, inzwischen ist er zwölf Jahre alt, ist nicht irgendein Junge. Er ist hochbegabt und machte schon mit acht Jahren sein Abitur. Im Schnelltempo studierte er erst in Eindhoven Elektrotechnik. Und im vergangenen Sommer machte er seinen Bachelor in Physik „mit Auszeichnung“.

Laurent: „Ich will Leben retten“

Gemeinsam mit dem internationalen Forschungsteam der Attoworld-Gruppe an der Münchner Uni arbeitete Laurent an einem der stärksten Laser der Welt in einem bahnbrechenden Projekt. Dort sollen kleinste Spuren aufgespürt werden, die Gewebetumore im Blutkreislauf hinterlassen. „Es geht darum, dass die Maschine Darmkrebs schon im frühesten Stadium in Blutproben erkennen kann“, erklärt Laurent geduldig das sehr komplizierte Verfahren an Laien. Und das kommt seinem Ziel sehr nahe: „Ich will Leben retten“.

Der Kontakt war auch überhaupt kein Problem, denn an der Uni wird Englisch gesprochen. „Alle waren superfreundlich“, sagt Laurent. Nur eins müsse er noch besser lernen. „Deutsch hab ich zwar in der Schule gehabt, aber das reicht noch nicht.“

dpa

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