FDP bohrt nach

Stadt sieht Luftfilter für Schulen weiterhin als nicht machbar an

Die FDP lässt nicht locker: Die Liberalen dringen erneut darauf, dass für Waltroper Schulen Luftfilter angeschafft werden.
Luftfilter für Waltroper Klassenräume fordert die FDP. © picture alliance/dpa

Schon zur Sitzung des Stadtrates Anfang September hatte die FDP-Fraktion den Antrag formuliert: Der Bürgermeister möge Informationen über Fördermöglichkeiten für Luftfilteranlagen für Waltroper Schulen einholen. Die Bedingungen, unter denen derartige Geräte von Bund und Land gefördert werden, seien ja noch einmal verbessert worden, erklärt die FDP, die vor Monaten schon einmal nachgehakt hatte, wie es mit Luftfiltern für Schulen aussieht. Damals hatte es geheißen, in Waltrop kämen wenige bis keine Räume für diese Förderung infrage.

Auch jetzt, als sich der Schulausschuss mit dem Thema befasste – vom Rat war das Thema in den Fachausschuss verwiesen worden – machte die Stadtverwaltung deutlich, dass das Thema Luftfilter schwierig bleibt.

Die FDP hatte erstens unterstrichen, dass die Bedingungen zum Förderprogramm sich doch jüngst noch einmal geändert hätten und zweitens auf ein anderes Filter-Modell in Marl verwiesen: Dort sind in Klassenzimmern einzelne Scheiben ausgebaut worden und durch eine Platte mit eingebautem Propeller ersetzt worden. Ein weiteres Fenster steht permanent auf Kipp, so dass frische Luft einströmen kann. Wie man es drehe oder wende: Es laufe immer darauf hinaus, dass die Stadt Waltrop diese Anlagen selbst finanzieren müsse, sagte Christiane Bröcker, Leiterin des Fachbereichs Jugend, Soziales und Schule. „Und nach unserem Kenntnisstand gibt es für uns keine Förderfähigkeit.“ Und Marcel Mittelbach, Bürgermeister und zuständiger Dezernent, ergänzte zum „Marler Modell“, dass dort die zusätzlichen Betriebskosten, die durch den Luftfilter-Betrieb entstehen, 93.000 Euro betragen würden, ausgehend von 300 Klassenräumen.

Fördermittel sind deutschlandweit ausgeschrieben

Eine Schwierigkeit sei – wenn man denn Luftfilter-Geräte anschaffen wollte – dass die Fördermittel ja republikweit ausgeschrieben seien und es folglich überall starke Nachfrage gebe. Plus: Die Anschaffung der Geräte sei das eine, der Einbau und später die Wartung seien das andere, was eben auch noch Kosten mit sich bringe. Die Frage bleibe: Wer kommt für Betriebs- und Wartungskosten auf? Bröcker: „Das ist nicht gelöst, und da fällt uns dann die Sache mit den Fördermitteln auf die Füße.“

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