Andreas Brausen zum Landesparteitag

Wüst „streichelte die Seele der Partei“

Der Waltroper CDU-Fraktionschef Andreas Brausen war beim Landesparteitag in Bielefeld dabei. Er nimmt positive Eindrücke mit.
Als Verkehrsminister war Hendrik Wüst (2. v. re.) noch jüngst in Waltrop. © Gutzeit

Als „Gast“ hat der Waltroper CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Brausen am Landesparteitag der Christdemokraten in Bielefeld teilgenommen. Was nach einer netten Einladung klingt, bedeutete für Brausen vor allem Arbeit: In seiner Rolle als Dortmunder Kreisgeschäftsführer war er mit den Auszählen von Stimmen befasst. „Immerhin gab es Brötchen und Kürbissuppe“, sagt Brausen augenzwinkernd. Parteichef Ludger Finke war verhindert, so dass Brausen wohl der einzige Waltroper im Saal war.

Vor einiger Zeit noch als Verkehrsminister in Waltrop

Die Stimmung sei recht gut gewesen, berichtet Brausen. Die Rede von Hendrik Wüst, der mit großer Mehrheit zum Parteichef und Nachfolger von Armin Laschet gekürt wurde und nun auch Ministerpräsident werden soll, sei „recht staatstragend“ und integrierend gewesen. „Das hat die Seele der Partei gestreichelt.“

Gut sei, dass Wüst die Unterstützung der Jungen Union habe. Wüst war Landesvorsitzender des Partei-Nachwuchses zu einer Zeit, als Brausen in Waltrop Verantwortung für die JU trug.

Wüst war als Verkehrsminister – nach Brausens Sicht ein eher undankbarer Job im Kabinett, weil die Erfolge dessen, was man heute anfängt, oft erst die Nachfolger ernten – vor Kurzem noch in Waltrop. Es ging um die B 474n. Es sei schade gewesen, dass er nicht so viel Zeit gehabt habe, sagt Brausen. „Mancher hätte sicher noch Fragen gehabt.“ In Wüsts neuer Rolle wird es nun gewiss nicht einfacher, ihn für einen Besuch in Waltrop zu gewinnen.

Lob für Ina Scharrenbach

Aber es gibt ja auch noch Ina Scharrenbach. Die Kommunalministerin aus dem Kreis Unna, also der Waltroper Nachbarschaft, galt als Gegenspielerin von Wüst, hatte aber schlechtere Karten, weil sie kein Landtagsmandat hat. Auch sie lobt Brausen ausdrücklich, was kein Wunder ist: Schließlich ist sie in Waltrop seit langer Zeit sehr präsent, hat sich kürzlich trotz vollen Terminkalenders sogar Zeit für einen Workshop in Sachen Innenstadt mit den örtlichen Christdemokraten genommen.

Und wie steht es sonst um die Erneuerung der Partei? Dass die Noch-Bundesminister Peter Altmaier und Annegret Kramp-Karrenbauer auf ihre Bundestagsmandate zugunsten jüngerer Kollegen verzichtet haben, nötigt Andreas Brausen Respekt ab. Und was die Ortsebene angeht: Da werde es darum gehen, die nächsten zwei Jahre im Hintergrund zu nutzen, die Erneuerung voranzutreiben – und nicht erst damit zu beginnen, wenn Ludger Finke sein Amt abgibt. Finke hatte nämlich erklärt, nur noch besagt zwei Jahre an der Spitze des Stadtverbandes stehen zu wollen.

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